Streckenweise turbulent zu ging es bei der von Grünen und SPD in Bad Cannstatt gemeinsam veranstalteten Podiumsdiskussion zum Thema Volksabstimmung zu Stuttgart 21. Vor allem Projektgegner hatten oft Mühe, ihre Erregung im Zaum zu halten.
Streckenweise turbulent zu ging es bei der von Grünen und SPD in Bad Cannstatt gemeinsam veranstalteten Podiumsdiskussion zum Thema Volksabstimmung zu Stuttgart 21. Vor allem Projektgegner hatten oft Mühe, ihre Erregung im Zaum zu halten.
Eher sachlich kamen dagegen die vier Experten rüber, die von den zwei Parteien ins Cannstatter Rathaus eingeladen waren: Brigitte Lösch, Landtagsabgeordnete der Grünen und Landtagsvizepräsidenten und Klaus Arnoldi vom Verkehrsklub Deutschland vertraten die Argumente der Ausstiegsbefürworter, während der Landtagsabgeordnete Martin Rivoir aus Ulm und Wolfgang Arnold, Technischer Vorstand der SSB, pro Stuttgart 21 argumentierten. Geleitet wurde die Diskussion von Stadträtin Andrea Münch (Bündnis90/Die Grünen) und Inge Utzt, der ehemaligen Landtagsabgeordneten der SPD.
Hauptkritikpunkt von Brigitte Lösch ist der ihrer Meinung nach zu geringe Nutzen des neuen Bahnhofs gegenüber den gewaltigen und möglicherweise unabsehbaren Kosten. Nach Ansicht von Martin Rivoir ist S21 hingegen ein Projekt der Moderne mit neuen und schnelleren Verbindungen und entsprechenden Fahrzeitgewinnen im Regionalverkehr, vor allem zwischen Hauptbahnhof und Messe/Flughafen bzw. weiter Richtung Reutlingen und Tübingen. Die angeführte Alternative K sei dahingegen reine Augenwischerei, da diese Alternative nicht ausgearbeitet sei und niemand sie bauen wolle.
Heiß umstritten in der Diskussion war die Rolle des Cannstatter Bahnhofs. Durch Cannstatt, stellte sich heraus, werden in Zukunft weniger Züge in Richtung Göppingen und Tübingen fahren. Auf der anderen Seite, wurde dagegen eingewandt, werde die Fahrt über den Hauptbahnhof und den Tunnel zum Flughafen insgesamt nicht länger dauern, erfordere allerdings einmal Umsteigen.
Unterschiedliche und nicht ganz zu klärende Aussagen wurden von den Diskutanten zu den Ausstiegskosten gemacht. Brigitte Lösch berief sich hier auf Berechnungen der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Märkische Revision, die Ausstiegskosten von 350 Millionen Euro errechnet hat.
Martin Rivoir rechnet dagegen mit weit höheren Entschädigungsforderungen für den Fall eines Ausstiegs des Landes aus den Finanzierungsverträgen. Im Rahmen der Schlichtung im November 2010 wären unabhängige Wirtschaftsprüfer auf Ausstiegskosten von bis zu 1,5 Milliarden Euro bekommen. Die Ausstiegskosten, argumentierte Rivoir, seien in jedem Fall zu hoch dafür, dass man dann gar nichts bekomme.
Insgesamt zeichnete sich die Diskussion durch große Sachlichkeit auf Seiten der Podiumsteilnehmer, wenn auch nicht immer auf Seiten der Zuhörerinnen und Zuhörer aus. Übereinstimmend riefen zum Abschluss alle Beteiligten dazu auf, in jedem Fall an der Volksabstimmung teilzunehmen und im Bekannten- und Freundeskreis breit dafür zu werben.
Daniel Grix (Grüne Bad Cannstatt)
Frank Gloël (SPD Bad Cannstatt)
OV Bad Cannstatt: Vorstandssitzung
21.09.2026, 19:30 Uhr - 21:00 Uhr
Ort:Seelbergtreff, Taubenheimstraße 87, 70372 Stuttgart
TO siehe Einladung
OV Bad Cannstatt: Stammtisch
22.09.2026, 18:30 Uhr - 21:00 Uhr
Ort:Gaststätte Hohenstaufen, Taubenheimstrasse 80, 70372 Stuttgart
Lockeres Zusammensein ohne konkrete Tagesordung. Gäste sind Willkommen!
OV Bad Cannstatt: Herbstempfang (ABGESAGT)
02.10.2026, 18:00 Uhr - 21:00 Uhr
Ort:N.N.
24.08.2026 19:52 Pflegenden Angehörigen die Alterssicherung zu kürzen, wäre das falsche Signal
Die angekündigte Kurskorrektur von Bundesgesundheitsminister Linnemann bei der Pflegereform unterstützen wir, sagt Christos Panztazis. Dafür braucht es aber auch eine gerechte Gegenfinanzierung. „Wir begrüßen die angekündigte Kurskorrektur von Bundesgesundheitsminister Linnemann ausdrücklich. Es ist richtig, die geplante Kürzung der Rentenbeiträge für pflegende Angehörige komplett zurückzunehmen. Wir als SPD haben von Anfang an deutlich gemacht: Die Stabilisierung… Pflegenden Angehörigen die Alterssicherung zu kürzen, wäre das falsche Signal weiterlesen
03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen
23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen
Ein Service von websozis.info