Ortsverein SPD Bad Cannstatt

Offener Brief

Veröffentlicht am 07.03.2012 in Ortsverein

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrter Herr Bürgermeister Hahn, sehr geehrte Damen und Herren Mitglieder des Ausschusses für Umwelt und Technik,

im Namen der Bezirksbeiratsfraktionen der Grünen, der CDU, der Freien Wähler, der FDP, der Fraktionsgemeinschaft SÖS / Die Linke sowie der SPD schreibe ich Sie heute in Sachen Vergnügungsstättenkonzeption noch einmal per Email an, um Ihnen in aller Kürze die Gründe für unseren einmütigen Bezirksbeiratsbeschluss zu erläutern.

Wir sind mit der Verwaltung gemeinsam der Ansicht, dass wir eine tragfähige Regelung zum Umgang mit künftigen Anträgen auf Zulassung von Vergnügungsstätten, insbesondere Wettbüros und Spielcasinos, benötigen. In diesem Zusammenhang sei darauf verwiesen, dass die im Zuge der Überlegungen viel zitierte Entscheidung des VGH Mannheim ihren Ursprung in einem Antrag auf Genehmigung eines Spielcasinobetriebs in der Seelbergstraße in Bad Cannstatt hatte. In dieser wegweisenden Entscheidung des VGH hat dieser erstmals deutlich zum Ausdruck gebracht, dass die Stadt als Genehmigungsbehörde sehr wohl berechtigt ist, den sogenannten „Trading Down“-Effekt in den Ermessensspielraum ihrer Entscheidung mit einfließen zu lassen.

Und genau darum geht es uns letzten Endes: wir wollen einen weiteren Trading Down Effekt in der Seelbergstraße, dem Cannstatter Carree, der unteren Marktstraße und dem Bereich Wilhelmsplatz verhindern. Leider haben wir auch in den vergangenen Jahren weitere eigentümergeführte Fachgeschäfte verloren. Eine weitere Ansiedlung von Wettbüros und Spielcasinos würde zu einer Verteuerung der Mietpreise (und damit zu weiteren Abwanderungen) und einer weiteren Verschlechterung des Images der Cannstatter Innenstadt führen.

Die vorgelegte Vergnügungsstättenkonzeption verfolgt daher aus unserer Sicht den richtigen Ansatz. Bedauerlicherweise hat die Verwaltung in der Vorlage allerdings nicht den Mut aufgebracht, die vom Büro Acocella differenziert erarbeiteten Abstandsregelungen aufzunehmen. Im Hinblick auf die Verwaltungspraxis in Ludwigsburg, die übrigens bislang juristisch nicht angegriffen wurde, bedauern wir das sehr.

Wir als Cannstatter Bezirksbeirat haben daher einmütig beschlossen, der Vorlage nur unter der Maßgabe zuzustimmen, dass die oben genannten Abstandsregelungen verbindlich aufgenommen werden.

Als Mitglieder des Ausschusses für Umwelt und Technik fordern wir Sie daher auf, diese Abstandsregelungen mit in die Vergnügungsstättenkonzeption aufzunehmen. Nur so können die als „robust“ bezeichneten Stadtbezirke, die die Last der weiteren Anträge nun alleine zu schultern haben, vor weiteren negativen Folgen geschützt werden.

Mit freundlichen Grüßen,

Stefan Conzelmann
SPD Bezirksbeiratsfraktion Bad Cannstatt

Aktuelle Termine

Alle Termine öffnen.

OV Bad Cannstatt: Jahreshauptversammlung mit Wahlen
20.04.2026, 19:00 Uhr - 21:00 Uhr
Ort:Seelbergtreff, Taubenheimstraße 87, 70372 Stuttgart


OV Bad Cannstatt und OV Münster-Mühlhausen: Gemeinsamer Maiempfang
08.05.2026, 17:30 Uhr - 21:00 Uhr
Ort:Palm'sches Schloss, Mönchfeldstraße 35, 70378 Stuttgart

Erstmals laden die SPD Ortsvereine Bad Cannstatt und Mühlhausen-Münster zusammen zum Maiempfang ein. Geme …

OV Bad Cannstatt: Vorstandssitzung
19.05.2026, 19:30 Uhr - 21:00 Uhr
Ort:Seelbergtreff, Taubenheimstraße 87, 70372 Stuttgart

TO siehe Einladung

Alle Termine

Jetzt Mitglied werden!

Mitglied werden

SPD News

30.03.2026 18:07 Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken
Eine verlängerte Nutzung von Kohlekraftwerken nach 2038 wäre weder notwendig noch sinnvoll Die Erneuerbaren sind die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Erzeugung.  Es bedarf allerdings nun auch des entschlossenen Willens der Koalition und der federführenden Bundeswirtschaftsministerin, die gesetzlichen Hebel weiter auf eine systemische Umstellung zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu stellen. „Eine verlängerte Nutzung von… Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken weiterlesen

25.03.2026 17:51 Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm
67 Maßnahmen, sieben Ministerien, ein Klimaschutzprogramm Die aktuelle Weltlage mit Konflikten, die sich massiv auf unsere Energieversorgung auswirken, zeigt eindeutig: Wir müssen schnell unabhängig von fossilen Energieträgern werden. Das heute von Bundesumweltminister Carsten Schneider vorgelegte Klimaschutzprogramm zeigt einen fairen Weg zur Erreichung der Klimaziele 2030 sowie für mehr Versorgungssicherheit auf. „Dieses Klimaschutzprogramm ist für die… Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm weiterlesen

25.03.2026 17:50 Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts
Ich begrüße die Impulse von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil ausdrücklich. Deutschland steht an einem Wendepunkt. Wir brauchen ein neues Wirtschaftsmodell: eines, das konsequent auf Innovation setzt, technologische Führerschaft ermöglicht und zugleich dafür sorgt, dass Wohlstand in der Breite der Gesellschaft ankommt. „Innovation und Gerechtigkeit sind die Grundlage für nachhaltiges Wachstum und breiten Wohlstand in Deutschland. Deshalb… Eine notwendige strategische Perspektive für die Zukunft unseres Wirtschaftsstandorts weiterlesen

Ein Service von websozis.info